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Forschung über Kinder, Jugendliche und Familien
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Projekt: Hippy

Home lnstruction Program for Preschool Youngsters

Laufzeit: 01.01.1992 - 31.12.1994

HIPPY (Home Instruction Program for Preschool Youngsters) ist ein frühkindliches Lernprogramm, welches die kognitiven Fähigkeiten und die Sprachkompetenzen von Kindern fördert. HIPPY wird vor allem zur Förderung der sozialen Integration von Aussiedler- bzw. ausländischen Kindern eingesetzt. Das DJI hat das Modellprojekt wissenschaftlich begleitet:

  • Mitarbeit bei der Entwicklung und Verbesserung der HIPPY-Materialien;
  • Unterstützung der HIPPY-Hausbesucherinnen und Koordinatorinnen;
  • Durchführung der Evaluationsforschung
  • Publikation von Forschungsergebnissen und Dissemination.

Ausgangssituation
Jährlich kommen etwa 220.000 Aussiedler - überwiegend aus den Nachfolgestaaten der früheren Sowjetunion - nach Deutschland. Zumeist sprechen sie nicht mehr die deutsche Sprache, ihre berufliche Qualifikationen können sie hier nur teilweise einsetzen und die Regeln und Anforderungen unseres Lebens müssen sie erst Schritt für Schritt erlernen. Ebenso wie andere Zuwanderer sehen sie sich zahlreichen Schwierigkeiten bei ihrer gesellschaftlichen Integration ausgesetzt und bedürfen dazu vielfältiger Hilfestellungen. Viele dieser Familien kommen aus Gesellschaften, in welchen Kinder weniger systematisch gefördert werden oder in welchen Erziehungsaufgaben auch im Bereich der Frühsozialisation an den Staat abgegeben waren. So sehen sie sich auch im Bereich der Kindererziehung in einer mehrfach belasteten Situation, denn zusätzlich zur anderen Ausrichtung der Erziehung in den Kindergärten ist hier auch das Angebot an solchen Einrichtungen geringer, so dass den Eltern mehr Erziehungsverantwortung abverlangt wird.

Zum Programm HIPPY
HIPPY, ein international bewährtes kindergartenergänzendes Vorschulprogramm, das in Deutschland bisher in Nürnberg, Bremen, München, Fulda und weiteren Kommunen durchgeführt wird, kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten:

  • HIPPY fördert die kognitiven Fähigkeiten und Lernfähigkeit der Kinder.
  • "HlPPY"-Kinder arbeiten gerne mit dem Programm. Sie erfahren, dass Lernen Spaß macht und bekommen so eine gute Grundlage für Kindergarten und den späteren Schulbesuch.
  • Die Kinder erhalten im Kindergarten häufig Anerkennung seitens der Erzieherinnen und ihre Einschulungstests verlaufen meist recht erfolgreich.
  • HIPPY bietet Kindern und Müttern viele neue und fruchtbare Erfahrungsmöglichkeiten.
  • Durch die gemeinsame Arbeit kommt es zu einer Intensivierung der Mutter-Kind-Beziehung.
  • Es stärkt die mütterliche Kompetenz für die Erziehung des Kindes.
  • Die Mütter der HIPPY-Kinder verbessern häufig ihre eigenen Deutschkenntnisse.

HIPPY dauert zwei Jahre und findet zu Hause statt. Die Besonderheit besteht darin, daß die Mutter ausdrücklich als erste und wichtigste Lehrerin ihres Kindes anerkannt wird. Mittels Bilderbücher und Arbeitsblätter übt sie täglich mit dem Kind. Dabei wird sie von einer Laienhelferin unterstützt, die sie regelmäßig besucht, um mit ihr das Material zu besprechen. Auswahl, Einweisung und Schulung dieser Helferinnen ist Aufgabe einer beim zuständigen Träger angestellten sozial-pädagogischen Fachkraft (Koordinatorin).Ein wichtiger Programmteil besteht in den Gruppentreffen der Mütter mit der Hausbesucherin und der Koordinatorin. Dabei ergibt sich auch die Möglichkeit, persönliche Erfahrungen auszutauschen, weitergehende Informationen (z.B. über Erziehung) zu erhalten und soziale Kontakte zu entwickeln.

 
bearbeitet von
letzte Änderung: 23.08.2009 16:11

Rechtliche Hinweise

Kontakt

Hippy
www.dji.de/5_hippy

Dr. Karin Jurczyk
Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
81541 München
E-Mail:
Tel.: (0 89) 6 23 06 - 255
Fax: (0 89) 6 23 06 - 162

Veröffentlichungen

Gefördert durch:
Senator für Jugend und Soziales, Bremen
Sozialreferat der Stadt Nürnberg

 



MitarbeiterInnen

Name Hauptaufgabe Telefon E-Mail
Dr. Kiefl, Walter**Projektbearbeitung 
Dr. Pettinger, Rudolf**Projektbearbeitung 

** MitarbeiterInnen ausgeschieden






HIPPY (Home Instruction Program for Preschool Youngsters) ist ein frühkindliches Lernprogramm, welches die kognitiven Fähigkeiten und die Sprachkompetenzen von Kindern fördert. HIPPY wird vor allem zur Förderung der sozialen Integration von Aussiedler- bzw. ausländischen Kindern eingesetzt. Das DJI hat das Modellprojekt wissenschaftlich begleitet:
  • Mitarbeit bei der Entwicklung und Verbesserung der HIPPY-Materialien;
  • Unterstützung der HIPPY-Hausbesucherinnen und Koordinatorinnen;
  • Durchführung der Evaluationsforschung
  • Publikation von Forschungsergebnissen und Dissemination.

Ausgangssituation
Jährlich kommen etwa 220.000 Aussiedler - überwiegend aus den Nachfolgestaaten der früheren Sowjetunion - nach Deutschland. Zumeist sprechen sie nicht mehr die deutsche Sprache, ihre berufliche Qualifikationen können sie hier nur teilweise einsetzen und die Regeln und Anforderungen unseres Lebens müssen sie erst Schritt für Schritt erlernen. Ebenso wie andere Zuwanderer sehen sie sich zahlreichen Schwierigkeiten bei ihrer gesellschaftlichen Integration ausgesetzt und bedürfen dazu vielfältiger Hilfestellungen. Viele dieser Familien kommen aus Gesellschaften, in welchen Kinder weniger systematisch gefördert werden oder in welchen Erziehungsaufgaben auch im Bereich der Frühsozialisation an den Staat abgegeben waren. So sehen sie sich auch im Bereich der Kindererziehung in einer mehrfach belasteten Situation, denn zusätzlich zur anderen Ausrichtung der Erziehung in den Kindergärten ist hier auch das Angebot an solchen Einrichtungen geringer, so dass den Eltern mehr Erziehungsverantwortung abverlangt wird.

Zum Programm HIPPY
HIPPY, ein international bewährtes kindergartenergänzendes Vorschulprogramm, das in Deutschland bisher in Nürnberg, Bremen, München, Fulda und weiteren Kommunen durchgeführt wird, kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten:

  • HIPPY fördert die kognitiven Fähigkeiten und Lernfähigkeit der Kinder.
  • "HlPPY"-Kinder arbeiten gerne mit dem Programm. Sie erfahren, dass Lernen Spaß macht und bekommen so eine gute Grundlage für Kindergarten und den späteren Schulbesuch.
  • Die Kinder erhalten im Kindergarten häufig Anerkennung seitens der Erzieherinnen und ihre Einschulungstests verlaufen meist recht erfolgreich.
  • HIPPY bietet Kindern und Müttern viele neue und fruchtbare Erfahrungsmöglichkeiten.
  • Durch die gemeinsame Arbeit kommt es zu einer Intensivierung der Mutter-Kind-Beziehung.
  • Es stärkt die mütterliche Kompetenz für die Erziehung des Kindes.
  • Die Mütter der HIPPY-Kinder verbessern häufig ihre eigenen Deutschkenntnisse.

HIPPY dauert zwei Jahre und findet zu Hause statt. Die Besonderheit besteht darin, daß die Mutter ausdrücklich als erste und wichtigste Lehrerin ihres Kindes anerkannt wird. Mittels Bilderbücher und Arbeitsblätter übt sie täglich mit dem Kind. Dabei wird sie von einer Laienhelferin unterstützt, die sie regelmäßig besucht, um mit ihr das Material zu besprechen. Auswahl, Einweisung und Schulung dieser Helferinnen ist Aufgabe einer beim zuständigen Träger angestellten sozial-pädagogischen Fachkraft (Koordinatorin).Ein wichtiger Programmteil besteht in den Gruppentreffen der Mütter mit der Hausbesucherin und der Koordinatorin. Dabei ergibt sich auch die Möglichkeit, persönliche Erfahrungen auszutauschen, weitergehende Informationen (z.B. über Erziehung) zu erhalten und soziale Kontakte zu entwickeln.




Veröffentlichungen

Kiefl, Wolfgang: Kleine Schritte zur Integration Erste Erfahrungen aus einem Modellprojekt zur Integration von Aussiedler- und Ausländerfamilien (Projekt HIPPY). Untersuchungsbericht. München 1993

Kiefl, Wolfgang: Aussiedler und Ausländer in Deutschland Angebote für Kinder, Jugendliche und Familie. München 1993

HIPPY (Hrsg.): Kiefl, Wolfgang: Bilanz eines Modellprojekts zur Integration von Aussiedler- und Ausländerfamilien in Deutschland. München 1996

Kiefl, Wolfgang: 'Sie fühlt sich groß, weil sie mehr kann' ... Die wichtigsten Ergebnisse des Modellprojekts 'HIPPY' zur Integration von Aussiedler- u. Ausländerkinder und ihrer Familien.
Projektbericht. München 1995

Kiefl, Wolfgang: Chancen und Grenzen eines Hausbesuchsprogramius zur Integration von Aussiedler- und Ausländerfainilien. In: Sozialpädagogik; 37. Jg., Heft 5, 1995, S. 202-210

Kiefl, Wolfgang: HIPPY kommt gut an. In: Soziale Arbeit, 42.Jg., 7, 1993, S.237-239

Kiefl, Wolfgang: Sprungbrett oder Sackgasse? Die HIPPY-Hausbesucherin auf dem Weg zur Integrationshelferin. In: Soziale Arbeit 45/1, 1996, S. l0-17

Kiefl, Wolfgang: HIPPY. Bilanz eines Modellprojekts zur Integration von Aussiedler- und Ausländerfamilien in Deutschland. München: DJI 1996 (DJI-Arbeitspapier 5-122)

Kiefl, Wolfgang: Ergebnisse eines Integrationsprojekts für Aussiedler-und Ausländerfamilien. In: Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit, Heft 2, 1997, S. 32-35

Kiefl, Wolfgang/Pettinger, Rudolf: "Ich hätte alleine nicht soviel Machen können ...". Integrationshilfe HIPPY. Ein vorschulisches Förderprogramm für kleine Aussiedler und Ausländer und deren Familien. München: DJI 1997




Gefördert durch:
Senator für Jugend und Soziales, Bremen
Sozialreferat der Stadt Nürnberg